gemeinsam öffnen wir einen individuellen raum für wachstums- und integrationsprozesse,
in dem wesentliche aspekte der heilung gestaltet werden können:
ein unverarbeitetes psychotrauma führt meistens zu einer form der selbstentfremdung: um uns zu schützen, distanzieren wir uns von bestimmten bereichen in uns. solche vorgänge werden dissoziation genannt. dissoziation ist ein wichtiger schutzmechanismus, der in vielen formen auftreten kann.
in der ressourcenorientierten traumatherapie geht es vor allem darum, achtsam und wertschätzend mit allen aspekten des selbst in kontakt zu treten, um die inneren motivationen besser zu verstehen und die eigenen stärken und bedürfnisse tiefer erleben zu können. so kann sich der zugang zu mehr lebensfreude und einem erhöhten selbstwertgefühl öffnen.
lösungen und neue handlungsmöglichkeiten entstehen emergent, aus der kommunikation mit verschiedenen bereichen des selbst. sie kommen von innen.
natürlich geht es in der traumaverarbeitung oft um schmerzhaftes oder beängstigendes erleben, deshalb ist es wichtig, eine sichere basis erlebbar zu machen, von der aus das, was früher zu überwältigend war, heute integriert werden kann.
es ist außerdem wichtig, auf das richtige tempo zu achten und die bedürfnisse der betroffenen person sehr ernst zu nehmen. es handelt sich immer um sehr individuelle und kreative prozesse, welche zu begleiten und mitzugestalten mir viel freude bereitet.
ein psychotrauma entsteht durch erlebnisse oder umstände, die für eine person zu belastend sind, um sie verarbeiten zu können. wenn das soziale umfeld kein gegenüber bietet, dass bereit ist, die person in der verarbeitung des belastenden erlebens zu unterstützen, kann es zu sogenannten traumafolgestörungen kommen.
besonders menschen, die über keine sicheren bindungserlebnisse als grundlegende ressource verfügen, passen sich zugunsten der zugehörigkeit eher an ihr umfeld an und verzichten auf die verarbeitung des belastenden erlebens. wir sind so sehr bindungsorientierte wesen, dass wir in jungen jahren für die zugehörigkeit alles tun - bindung ist unser erster überlebensmechanismus.
wenn unsere bezugspersonen ursache des belastenden erlebens sind; sich mit dem schwierigen erleben nicht auseinandersetzen wollen; oder belastende umstände als normal akzeptieren, müssen wir uns anpassen.
als kreative wesen stehen uns dafür viele unterschiedliche bewältigungsmuster zur verfügung.
langfristig können symptome entstehen, die augenscheinlich nicht mit einer belastungserfahrung oder traumatisierung in zusammenhang stehen, die sich oft aber, bei einer wertschätzenden betrachtung, als intelligente anpassungsstrategien an widrige umstände herausstellen.
damit geht fast immer einher, dass wir einen teil von uns selbst verleugnen, von uns abspalten.
solche anpassungsleistungen sind sehr anstrengend und für die verleugneten bereiche des selbst meistens schmerzhaft. in diesen nicht-ausgelebten selbstanteilen verbergen sich aber oft wahre schätze, die wir im prozess der traumatherapie kennenlernen dürfen.
"healing from trauma is an art"
es braucht viel geduld, einfühlungsvermögen, neugierde, mut und inspiration, um bereiche, die dissoziiert (abgespalten) wurden, zurückzuerobern und sich neu mit ihnen zu verbinden. genau wie in jedem anderen kreativen prozess, wagen wir uns dafür in das unbekannte und wachsen über uns selbst hinaus. für diesen begegnungsprozess mit uns selbst und unserer umwelt sind künstlerische methoden sehr hilfreich, denn sie können die sprache sein, in der sich implizites (nicht bewusstes) wissen und erleben ausdrücken kann.
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unter traumatischem stress verarbeitet das gehirn anders, als in einem zustand der erlebten sicherheit. das gesamte nervensystem, und somit unser ganzer körper, reagieren mit unterschiedlichen, der situation angepassten, automatisierten schutzreaktionen. hierauf haben wir keinen willentlichen einfluss. für normale verarbeitungsprozesse fehlt der sichere rahmen, sodass zum beispiel kein narrativ gebildet werden kann. für stark traumatisches erleben besteht also oftmals keine kohärente erinnerung. so kommt es, dass viele menschen sich an ihr traumatisches erleben zwar nicht explizit (bewusst) erinnern können, aber implizit (unbewusst, auf der körperlichen und emotionalen ebene) das unverarbeitete traumatische erleben weiter präsent bleibt. es ist ein bisschen so, als wäre die situation noch nicht vorbei... das nervensystem (und somit die ganze person) ist weiterhin im stress. das gesamte leben kann dadurch sehr belastet sein, manchmal ohne, dass die betroffenen personen wissen, woher das belastungserleben kommt.
ein ganz wesentlicher faktor für das erleben von sicherheit, ist ein gefühl der verbundenheit. wir sind stark bindungsorientierte wesen. wenn nach einer traumatischen belastung eine ausreichend sichere bindung da ist, kann das system beginnen, das erlebte zu verarbeiten. der unterschwellige dauerstress kann nachlassen. oftmals fehlt dieser sichere raum, besonders bei interpersonellem trauma und wenn die belastung chronisch ist. erlebt ein kind mangelnde sichere bindung, sprechen wir von einem bindungstrauma oder auch entwicklungstrauma.
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oft braucht es einen halt im außen, um erschütternde erlebnisse verarbeiten zu können. ein mitfühlendes gegenüber kann diesen halt bieten.
in der therapie lernen wir aber auch, diese verbundenheit im innern zu stärken. der therapeutische prozess ist wie eine einladung dazu, die freundschaft mit sich selber immer weiter zu vertiefen.
ein psychotrauma kann durch viele unterschiedliche erlebnise entstehen. das spektrum reicht von einem monotrauma (ein einmaliges erlebnis) hin zu einer chronischen (andauernden) komplexen traumatisierung, wobei menschengemachte traumatisierungen eine besonders schwerwiegende belastung darstellen.
in unserer heutigen diagnostik gibt es ein spektrum von belastungs- und traumafolgestörungen, in dem von einer akuten belastungsstörung über eine posttraumatische belastungsstörung und der komplexen ptbs bis zu dissoziativen störungen aller art und der dissoziativen identitätsstörung viele phänomene und symptome beschrieben werden.
mir ist es wichtig, jedem aspekt einer person wertschätzend und mit interesse zu begegnen. es geht darum, zu verstehen warum ein symptom entstanden ist und wofür es gebraucht wurde. behutsam mit den dahinterliegenden dynamiken in kontakt zu gehen, macht es möglich, dass eine tiefgreifende veränderung geschehen kann und das ganze system einer person entlastet wird.
ich möchte diagnostische beschreibungen für die selbstermächtigung der betroffenen person nutzen, deshalb gehe ich besonders achtsam mit diagnosebildern um.
wir sind unglaublich anpassungsfähig und dank unserer neuroplastizität (veränderbarkeit der neuronalen strukturen und vernetzungen) ist es möglich, dass wir uns immer weiter verändern.
diagnosen sollen menschen nicht definieren, oder das sein, worüber sich eine person identifiziert.
einen raum frei von stigmatisierenden bewertungen zu öffnen, macht heilungsprozesse möglich.
die bewältigungsstrategien von betroffenen sind sehr individuell und auch starkt abhängig von den vorhandenen ressourcen einer person. die resultierenden symptome sind entsprechend sehr vielfältig.
traumatisches erleben betrifft den ganzen menschen. symptome können deshalb auf allen ebenen auftreten.
vielen diagnosen oder symptomen kann (manchmal unerkannt) traumatischer stress zugrunde liegen. unter chronischem stress kann auch der körper nicht richtig verarbeiten, körperliche erkrankungen können als folge von anhaltendem, traumatischem stress auftreten und auch psychische symptome sind ganzheitlich als teil eines körperlichen prozesses zu betrachten.
die genannten symptome können im zusammenhang mit einer traumatischen belastung auftreten, können aber auch andere ursachen haben. die auflistung ist selbstverständlich nicht vollständig.
sozialer rückzug
hypervigilanz
erschöpfung
schwindel
amnesien
gefühl der leere
reizbarkeit
albträume
mutlosigkeit
emotionales essen
panikattacken
hoffnungslosigkeit
übererregung
prokastination
unsicherheit
einsamkeit
people pleasing
risikoverhalten
selbsthass
zwänge
unbehagen beim empfinden des eigenen körpers
sich in der welt fremd fühlen
unkontrollierte gefühlsausbrüche
autoimmunerkrankungen
schwierigkeiten sich abzugrenzen
unfähigkeit sich auszuruhen
stimmungsschwankungen
das gefühl nur zu funktionieren
magen-darm-probleme
konzentrationsschwierigkeiten
verlassenheitssängste
reizüberflutung
selbstverletzendes verhalten
süchte/abhängigkeiten
zwanghaftes essen oder fasten
sich sich selbst fremd fühlen
mangelnder selbstwert
chronische entzündungen
taubheit gegen die eigenen empfindungen
sich aufdrängende gefühle, gedanken, bilder
flashbacks
angst vor konflikten
chronische schmerzen
misstrauen
nebel im kopf
abhängigkeit von anderen identitätsunsicherheit
generalisierte ängste
vermeidung von nähe
unfähigkeit zu fühlen
selbstüberschätzung
perfektionismus
antriebsschwäche
kopfschmerzen
suizidalität
verzweiflung
soziale ängste
grübeln
schlafstörungen
rastlosigkeit
wie kann ein psychotrauma zu körperlichen erkrankungen führen?
im zweiten teil dieses blogartikels gehe ich genauer darauf ein:
HELENA
ABAY
ich habe mich bereits als jugendliche für psychologie interessiert, beruflich kam für mich aber nur eine künstlerische laufbahn in frage.
erst nachdem ich mir meiner eigenen geschichte und traumatischen belastung bewusst geworden bin, konnte ich erleben, dass die integrations- und heilarbeit ein hochkreativer prozess sind.
das glück, das ich in der künstlerischen karriere nicht finden konnte, lag plötzlich vor meinen füßen, öffnete sich vor mir, wie ein magisches tor.
ich verstehe heute, dass meine entscheidung gegen eine psychologische ausrichtung mich auch vor stigmatisierung und einengung in therapeutische und diagnostische raster geschützt hat.
mein "talent" für den künstlerischen ausdruck ist meiner meinung nach meine rettung gewesen, denn ich habe durch den kreativen ausdruck vieles schon teilweise integrieren können und mir trotz starker belastung meine lebendigkeit erhalten.
heute habe ich die ehre, menschen bei dem hochindividuellen und berührenden prozess der traumaaufarbeitung zu begleiten, den raum für emergente prozesse zu gestalten und sie miterleben zu dürfen und dabei immer wieder neues über das wunder des lebens zu lernen.
2005 diplom kunsttherapie/kunstpädagogik für den bereich der darstellenden kunst
2004-2007 freie schauspielerin in theaterprojekten
2005-2011 unterschiedliche theaterpädagogische projekte mit erwachsenen und kindern
2009-2018 viele weiterbildungen für den bereich kameraschauspiel
seit 2015 arbeit als schauspielerin vorrangig für film und fernsehen und als sprecherin
seit 2017 kontinuierliche teilnahme an seminaren der baumkommunikation und körperorientierten geomantie bei birgitt paulus
seit 2018 intensive beschäftigung mit dem thema traumafolgestörungen und dissoziative störungen, regelmäßige teilnahme an fachbezogenen onlineveranstaltungen und master classes von:
NICABM, polyvagal akademie und andere
seit 2023 heilpraktikerin für psychotherapie
2024-2026 traumatherapie ausbildung bei vera dreher, arche medica:
modul 1: posttraumatische belastungsstörung, feb.- okt. 2024
modul 2: komplexe traumafolgestörungen, nov. 2024 - jun. 2025
modul 3: EMDR und hypnotherapie, jun. 2025 - feb. 2026
2025 clean language bei vera dreher, arche medica
ergänzend zu den psychotherapeutischen methoden biete ich an, in übungen der baumkommunikation und zu vertieftem erdkontakt einzuführen. ich selbst habe bei einer erfahrenen geomantin in berlin die körperorientierte geomantie (nach marko und ana pogačnik) und baumkommunikation kennengelernt.
für mich bilden der erlebte kontakt zur erde und die baumkommunikation eine wichtige ressource, die ich gerne teilen möchte.
darüber hinaus zeigt auch die forschung im bereich der psychotraumatologie, wie wesentlich diese methoden gerade für menschen mit dissoziativen symptomen sein können.
ruth lanius und bettany brand beschreiben mit andren autor*innen in ihrem buch "finding solid ground: overcoming obstacles in trauma treatment" erdung als den ersten, notwendigen schritt für die therapeutische arbeit, besonders, wenn es aufgrund komplexer traumatisierung an einem gefühl von verkörperung und verbundheit mit sich und der umwelt mangelt.
naturgestützte therapien finden bisher leider wenig beachtung. als komplexe wesen ist auch der kontakt zu unserem nicht-menschlichen umfeld für uns ein wesentlicher aspekt, an dem wir wachsen können.
in der körperorientierten geomantie geht es unter anderem darum, die landschaft zu spüren und die erde in ihren heilungsprozessen zu begleiten und zu unterstützen. solche prozesse mitzugestalten und zu erleben aktiviert immer auch die eigene, persönliche heilung.
es wird nach dem gleichen prinzip der heilung gearbeitet, wie auch im traumatherapeutischen kontext: erlebnisse, die dissoziiert waren, werden dadurch integriert, das ihnen wohlwollend und mit interesse begegnet wird und sie anerkennung als ein teil des systems finden. sie finden ihren ausdruck.
wesentlich für die erd- und baumkommunikation ist eine art verkörperter wahrnehmung. der austausch findet auf der ebene des spürens, fühlens, empfindens statt, aber auch auf der ebene der kognition und aller sinneswahrnehmungen. der kontakt mit den naturwesen vertieft somit auch den kontakt zu uns selbst.
die erde ist sehr groß und wir sind ungeübt darin, uns als teil der erde zu spüren. die kommunikation mit bäumen ist leichter, weil wir in ihnen ein klares gegenüber haben. gleichzeitig sind sie ein teil der erde, in der sie fest verwurzelt sind. bäume fordern uns dazu auf, in eine authentizität zu kommen und sie helfen uns auch dabei. sie leiten uns an, stück für stück, in dem maße, in dem wir dazu bereit sind, uns selbst zu spüren.
ich biete psychotherapie in einzelsitzungen an. die sitzungen können in meinem praxisraum in berlin prenzlauer berg oder auch online stattfinden.
english speakers welcome!
jag talar svenska. terapin kan till stor del genomföras på svenska.
bütün terapiyi türkçe yapmak icin dil bilgim yeterli degil, ancak belirli seyleri türkçe ifade etmek isterseniz, anlayabilirm.
per email oder telefonisch vereinbaren wir den termin für ein erstes kennenlerngespräch (15-30 minuten). dieses telefongespräch ist kostenfrei. hier können wir erste fragen klären.
die therapie beginnt mit drei probatorischen sitzungen, in denen wir herausfinden können, ob wir zusammen arbeiten wollen. wir nutzen die ersten sitzungen auch, um das therapieziel zu klären und gemeinsam den therapeutischen rahmen (frequenz und dauer der sitzungen) abzustecken.
mein angebot richtet sich an selbstzahler*innen. als heilpraktikerin für psychotherapie kann ich nicht mit den gesetzlichen krankenkassen abrechnen. private versicherungen oder zusatzversicherungen können die kosten (anteilig) erstatten, wenn in dem tarif ambulante psychotherapie enthalten ist.
vorteile einer privat finanzierten psychotherapie
60 min. 100€
90 min. 140€
das telefonische erstgespräch (15-30 min.) ist kostenlos
*
auf nachfrage ist in einzelfällen ein ermäßigter tarif möglich.
ich stelle die termine gesammelt einmal im monat in rechnung. die rechnung verschicke ich per email.
*
ich bitte um terminabsage mindestens 48 std. im voraus.
so bleibt noch zeit, dass eine andere person den termin nutzen kann. bei einer späteren stornierung kann es sein, dass ich den termin in rechnung stellen muss.

für ein erstes kennenlerngespräch am telefon vereinbaren wir einen termin. dies können wir per email oder am telefon tun.
telefon:
+49 163 7041163
email:
mail@healingwithatree.com
adresse:
marienburger straße 5a
10405 berlin, prenzlauer berg
die praxis befindet sich in der
it is my sadness
that holds me
it is my ability
to feel that
keeps me alive as
one of the sentinent
beings the world is
made of that weaves
me into the fabric
of life and keeps
me safe from the
monsters of
numbness heartlessness
heartkillers
with
killed hearts
I tell you there is an
entity of sadness a
vast being full of love
and grace and it
holds me it
consoles me
it keeps me
safe from all the
horrors I
have lived it is
my salvation
and my
grace
thank you